Willkommen beim Schwulen Netzwerk NRW

Das Schwule Netzwerk NRW e.V. ist der landesweit tätige Fachverband für schwule Selbsthilfe und steht für die Vielfalt schwuler und schwul/lesbischer Projekte in den Regionen. Zu unseren Aufgaben gehört die Vernetzung örtlicher Gruppen, die politische Lobbyarbeit und die Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden sowie schwulen und lesbischen Organisationen. Mehr über uns gibt es hier.


Ich habe gedacht, wir sind die Einzigen auf der ganzen Welt – Zeitzeug_innen erinnern sich

(SNW) | 20. Februar 2018

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Nach mehreren Jahren harter Arbeit konnte Ende Januar ein Projekt der ARCUS-Stiftung zur Dokumentation der Erinnerungen von sechs Lesben, Schwulen und Trans* abgeschlossen werden. Wir danken dem Team des Zeitzeug_innenprojekts ganz herzlich für ihre großartige Arbeit! Auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der LAG Lesben in NRW und dem Schwulen Netzwerk NRW wurde am 27. Januar 2018 in Düsseldorf der Kurzfilm „Ich habe gedacht, wir sind die Einzigen auf der ganzen Welt“ den Gästen erstmals vorgestellt. Ebenso wurde eine Begleitbroschüre, die im Rahmen der Schriftenreihe der beiden Landesverbände erschienen ist, präsentiert. Hier gibt es nun den Kurzfilm und die Broschüre online zum Anschauen und Lesen!

Das von der ARCUS-Stiftung initiierte Zeitzeug_innen-Projekt konnte exemplarisch die Lebenserfahrungen von Menschen erfassen, denen ein selbstbestimmtes und freies Leben aufgrund einer heteronormativen Moral und gesellschaftlichen Situation kaum bzw. unmöglich war. Am 22. Juli 2017 trat das Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen nach den §§ 175/175a StGB und 151 StGB-DDR in Kraft. Das strafrechtliche Verbot einvernehmlicher homosexueller Handlungen und die daraus resultierende Strafverfolgung sind nach heutigem Verständnis in besonderem Maße grundrechts- und menschenrechtswidrig.  (mehr …)


Stellenausschreibung SCHLAU NRW

(SNW) | 16. Februar 2018

SCHLAU_LOGO_NRW_RGBZum 01.04.2018 oder später sucht das Schwule Netzwerk NRW zur Verstärkung seiner Geschäftsstelle eine

LANDESKOORDINATION
für SCHLAU NRW

unbefristet in Vollzeit (39,85 Stunden/Woche).

SCHLAU leistet Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit zu sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten. 2017 haben 250 ehrenamtliche Teamer_innen aus 20 Ortsgruppen mehr als 11.200 Jugendliche in NRW erreicht. Das Landesnetzwerk SCHLAU NRW vernetzt, beteiligt, qualifiziert und berät die SCHLAU-Gruppen aus Nordrhein-Westfalen. SCHLAU NRW ist in Trägerschaft des Schwulen Netzwerks NRW e.V. (mehr …)


Stellenausschreibung

(SNW) | 21. Dezember 2017

Kompass_lila_150Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht das Schwule Netzwerk NRW zur Verstärkung seiner Geschäftsstelle und zur organisatorischen Unterstützung seiner Projekte SCHLAU NRW und der Fachstelle Queere Jugend NRW (incl. Fachbereich Queere Geflüchtete Jugendliche) eine

Assistenz – Sachbearbeitung und Verwaltung

75%-Stelle (29,89 Stunden/Woche), vorerst befristet bis 31. Dezember 2018

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Der Vorstand des Schwulen Netzwerks NRW wurde im Amt bestätigt

(SNW) | 23. November 2017

VorstandK2Am Samstag, 18. November 2017 fand die 31. Mitgliederversammlung des Schwulen Netzwerks NRW statt. Der landesweit tätige Fachverband tagte zeitgleich mit den Kolleginnen der LAG Lesben in NRW im Jahrhunderthaus Bochum. Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Neuwahl des Vorstandes wurden sieben der acht amtierenden Mitglieder mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Christian Naumann trat nicht erneut an.

Neben den üblichen Formalien wie die Berichte zur Projektarbeit 2016 und 2017 sowie der Verabschiedung des Haushaltsplans für 2018 stand vor allem die Weiterentwicklung des Verbandes im Vordergrund der Diskussion. Der Vorstand legte einen Beschluss zur Abstimmung vor, bei dem die Mitgliedsgruppen grünes Licht für weitere Schritte hin zu einer möglichen Verbandsverschmelzung der beiden Verbände, Schwules Netzwerk NRW und LAG Lesben in NRW, geben sollten. Der Beschluss wurde bei einer Enthaltung einstimmig angenommen. (mehr …)


Laudatio von Dr. Marie Sichtermann für Manfred Bruns zur Verleihung der Kompassnadel 2017

(SNW) | 13. Juli 2017

Sichtermann_1Am 8. Juli 2017 verlieh das Schwule Netzwerk NRW zum 17. Mal die Kompassnadel, diesmal an Manfred Bruns. Die Laudatio hielt Dr. Marie Sichtermann, Juristin, Unternehmerin und ARCUS-Stiftungsrätin. Hier gibt es Ihre Rede nochmal zum Nachlesen und Anschauen:

Liebe Festversammlung, lieber Manfred Bruns!

Ich freue mich, dass ich eine Laudatio für einen Mann halten darf, der bei Wikipedia „Vater der Abschaffung des § 175 StGB“ genannt wird und außerdem der Vater der Rehabilitierung verurteilter schwuler Männer ist. Die Ehe für alle ist auch sein Lebenswerk.

Da wird es ja Zeit mit dieser Ehrung!

Manfred Bruns war im System Justiz verankert, er war Bundesanwalt und ging auf die fünfzig zu, als er sich Mitte der 80er Jahre dem Generalbundesanwalt gegenüber zur Homosexualität bekannte. Ihm stellte sich die alte Menschheitsfrage: „flüchten oder standhalten?“ Ich habe damals als Richterin die Flucht gewählt, Manfred Bruns hat sich für das Standhalten entschieden, obwohl die Situation prekär war: Die Bundesanwaltschaft ist eine Strafverfolgungsbehörde und der § 175 sah noch einen Rest Strafbarkeit vor – bis 1994. Er wird gewusst haben, wie ein Machtapparat mit Menschen verfährt, die aus der Spur laufen. Was er dann real erlebt hat an Ausgrenzung und Demütigung wird seine Befürchtungen um ein Vielfaches übertroffen haben. Bis zur Frühpensionierung hatte er noch 6 Jahre auszuhalten zwischen Widerstand oder Anpassung. (mehr …)